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Plakat für mpreis-Aktion

Brunnen Auersperg

Buesten Auersperg
Ortsbegehung Palais Auersperg

hellwach - nicht „ministrabel“?

Zwei Arbeiten (Bild und Text) wurden als „nicht ministrabel“ eingestuft. Nach dieser Ablehnung forderte das Ministerbüro Bures unsere Glückskeks-Texte an. Auch sie wurden zur Gänze abgelehnt, ebenso unsere Bitte um eine schriftliche Absage.

Wir finden es äußerst bedenklich, wenn es nicht mehr möglich ist, künstlerische Statements zum öffentlichen Diskurs anzubieten. Wenn Ausstellungen, die brisante Themen aufgreifen (bereits im Vorfeld) als „nicht ministrabel“ eingestuft werden und einfach unkommentiert von der Bildfläche „verschwinden“ sollen.

Gerade für uns als kunstpolitisches Projekt ist das Benennen, Darstellen und Sichtbarmachen von brisanten Themen (z.B. Vergewaltigung in der Familie, die Abhängigkeit der Migrantinnen von ihrem Ehemann), Fokus unserer Arbeit. Es sind Inhalte, die am Kongress Thema sein werden. Alle Gewaltschutzeinrichtungen finden die derzeitige Gesetzeslage sehr problematisch.

Es stellt sich die Frage, ob Kunst noch politisch und feministisch sein darf und - wenn die Kunst die Tochter der Freiheit ist (nach Schiller) – wie frei KünstlerInnen arbeiten können.

Die „nicht ministrable Ausstellung“ wird nicht unkommentiert von der Bildfläche verschwinden, sondern als Foto-Stream am Di, 6. November ab 18 Uhr im Frauencafé, Langegasse 11 im 8. Bezirk in Anwesenheit der Künstlerinnen gezeigt. Eine weitere Präsentation gibt es am Do, 8.11. im Frauencafé. Da die Bilder für die große Räumlichkeit im Palais Auersperg anfertigt sind, werden die Arbeiten mittels Beamer projiziert. Zum Versüßen des Abends gibt es die „heiße Ware“ – die Glückskekse mit Inhalt.

Konzept zur geplanten Ausstellung/ Installation im Palais Auersperg

Sechs großformatige Bilder mit Texten zum Thema Gewalt an Frauen, werden im Stiegenbereich des Palais Auersperg an den 6 kaiserlichen Büsten angebracht. Der andere Teil der Installation konzentriert sich auf die Gestaltung des barocken Brunnens, über dessen Löwen die zwei Meter großen „hellwach-Augen“ montiert sind. Davon abgespannt, in einer Folie, sind Glückskekse mit speziellen Botschaften zum Thema Gewalt an Frauen zur freien Entnahme. Die Statements in den Keksen sind zweisprachig (deutsch/türkisch und deutsch/ serbo-kroatisch). Eine Toninstallation lenkt zusätzlich die Aufmerksamkeit auf den Brunnen.

Der Stein des Anstoßes

Auf dem einen Bild ist vor einem österreichischen Dorf eine selbstbewusste muslimische Frau abgebildet. Der Text dazu lautet: „Wir fordern einen autonomen Aufenthaltsstatus für Migrantinnen! Sie sind sonst rechtlos der Gewalt durch den Ehemann ausgesetzt.“ In der zweiten Arbeit ist eine abstrahierte Frauenfigur zu sehen, die in einer Hand ein Messer und in der anderen Hand ein Schild (Auge) trägt - ein Symbol der Wehrhaftigkeit der Frau. Der Text dazu lautet: „Viele Frauen und Mädchen sitzen zu Hause in der Falle. Vergewaltiger wir kriegen dich!“

Die Würde der Frau Viele Frauen und Mädchen Weltweit
Wir fordern... Zuhause hinter der Tuer Zwnagsverheiratung
     
Montierte Skizzen zur Installation im Palais Auersperg

Offizielle Stellungnahmen/Pressetexte:

Offizielle Stellungnahme von hellwach
Anfrage der "AUF - eine Frauenzeitschrift"
kulturrat.at [6/11/2007]: "Freiheit der Kunst! Statt Zensur durch Frauenministerin!"
dieStandard.at [5/11/2007]: "Nicht-ministrable Ausstellung"...
Literaturblog Duftender Doppelpunkt [8/11/2007]: "Über Kunst u. staatl. Zensur..."
Literaturblog Duftender Doppelpunkt [5/11/2007]: "hellwach-nicht ministrabel?"

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